Wabe Mitgliederbereich

Imkerverein Züchtergemeinschaft

Weiterstadt Gräfenhausen e.V.

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Vorstellung Varroa Controller

durch den 1. VS des IV Fischbachtal, Herrn Schäfer

Varroa Behandlung ohne Chemie, Säure oder andere

Behandlungsmittel

Varroa Behandlung ohne Chemie, Säure oder andere Behandlungsmittel. Seit einiger Zeit gibt es eine neue Methode um die Varroen in den Völkern zu reduzieren. Das Prinzip basiert auf der unterschiedlichen Hitzeresistenzen von Milbe und Bienenlarve. Während die Milbe stirbt überlegt die Bienenlarve die Behandlung ohne in Mitleidenschaft zu geraten. Ein Gerät, dass die Wärmehandlung ermöglicht ist der Varroa Controller aus Österreich. Der Kreisimkerverein besitzt ein solches Gerät und biete dies für wenig Geld zur Miete an. Anfang Februar trafen sich 15 Vereinsimker und ließen sich das Gerät und die Behandlungsmethodik von Herrn Schäfer demonstrieren. Einleitend machte Herr Schäfer uns mit der Theorie der Wärmebehandlung vertraut. Das Problem der letzten Jahre, dass die Völker bereits geschwächt durch die Varroa auswintern, wird ja seit längerem immer wieder diskutiert. Dies hängt damit zusammen, dass die letzten Winter vergleichsweise sehr warm waren. Es gibt keine Brutunterbrechung mehr und die klassische Winterbehandlung hat nicht mehr ihren gewünschten Erfolg. Ebenfalls wird auch schon über erste Behandlungsresistenzen beim Varroabefall berichtet. Die Wärmebehandlung kann daher eine alternative Behandlungsmethode sein. Da die Milbe wärmeempfindlicher ist als die Biene bzw. die Bienenmade (dies wurde bereits schon in den 80er Jahren erkannt) ist es möglich durch die Erwärmung auf 42°C über einen Zeitraum von zwei Stunden die Milben zu töten ohne die Bienenbrut zu beeinträchtigen. Während der Behandlung müssen die Brutwaben bienenfrei sein, da sonst die ansitzenden Bienen die Brut kühlen würden. Ebenfalls ist es notwendig, dass eine entsprechend hohe Luftfeuchtigkeit während der Behandlung vorhanden ist, da sonst die Maden vertrocknen. Das vorgestellte Gerät berücksichtigt dies und arbeitet mit einem Ultraschallvernebler um eine gleichmäßige Wasserverdunstung zu erzielen. Durch die gezielte Wärmebehandlung im Frühjahr und Sommer kann der Befall in den Völkern stark reduziert werden und die Völker könnte dann noch eine Spättracht nutzen. Es muss allerdings klar sein, dass eine reine Brutbehandlung nie zu einem Wirkungsgrad von über 80% führen wird. Da immer jene Milbe überleben, die auf den Bienen sitzen und darauf warten zu einer neuen Brutzelle getragen zu werden. Daher scheinen zum Ende des Bienenjahrs die klassischen Behandlungsmethoden weiterhin notwendig zu sein. Nach dem Vortrag saßen die Imker noch lange zusammen und diskutierten die möglichen Einsatzszenarien und den zu erwarteten Wirkungsgrad. Einige Imker kamen zum Schluss, dass diese Behandlungsmethodik durchaus näher betrachtet werden soll. Wie es weitergeht werden wir bestimmt hier berichten. [up]
Herr Schäfer beim Erläutern des Varroa Konzeptes